Meditation mit Action Filmen

Mit Action Filmen kann man unterhaltsam meditieren und lernen, in schwierigen Situationen zentriert zu sein.

Meditation mit Action Filmen

Spielfilme eignen sich ausgezeichnet, das eigene Ego beobachten zu lernen. Nehmen wir einmal Actionfilme zum Üben, heute „Stirb Langsam 4.0“ mit Bruce Willis. Ein Film mit guten und bösen Cops, wilden Verfolgungsjagden, ausweglosen Situationen, aus denen Bruce dann doch wieder herauskommt….Jede Menge Aufregung, für mich jedenfalls, wie auch für den Helden selbst.

Ich kann Aufregung nicht leiden und genau aus diesem Grund mag ich auch keine Action Filme. Okay, heute geht es also zur Sache, Stirb langsam, eine schöne Perspektive!

Die Anspannung im Körper beobachten

Nach etwa 10 Minuten Film schauen fühle ich mich total angespannt. Die Beine und der Bauch sind verkrampft, die Atmung ist kaum mehr zu fühlen, die Schultern sind hochgezogen, der Pulsschlag rast, die Zähne sind zusammen gebissen, die Finger in ständiger Bewegung und all meine Energie ist in den Augen, die am Bildschirm kleben. Bewusst kann ich mich an einen Stress wie diesen erinnern, als ich im Osho Meditation Resort 700 indischen Meditierenden eine schwierige Book of Secrets Meditation erklären sollte. Uuuaaaahhhh.

Jetzt halte ich die DVD an und atme tief durch. Entspanne den Bauch und die Schultern. Schüttele die Beine aus. Mache Grimassen, um das Gesicht zu entspannen. Schaue mich im Zimmer um, nehme einen Schluck Wasser und fühle, wie es in den Körper fließt. Ahh, ich bin wieder bei mir. So, jetzt wollen wir doch mal sehen, ob ich nicht auch während Bruce fast explodiert, entspannt und zentriert in meinen Sessel sitzen kann.

Was genau regt mich auf?

Ja, für ein paar köstliche Minuten klappt es. Es entsteht Abstand zu der Handlung und mir fallen die Töne auf, die die Aufregung hochputschen. Aha, diese Töne regen mich auf! Dann ist da die Kameraführung, der Blickwinkel, der das Gefühl von Ausweglosigkeit unterstützt. Die Farben im Film werden mir bewusst, da ist viel dunkles Blau, ein weiteres Mittel meine Ängste zu schüren. Und dann ist da der Charakter von Bruce selbst, ein Vater, der um das Leben seiner Tochter kämpft. Tja, das erinnert mich doch an meinen Vater – zumindest theoretisch, und irgendwie hat er wohl auch um mich gekämpft. In der Schule zum Beispiel. Auch das verstärkt meine Identifikation mit Bruce.

Zentriert und mit etwas Klarheit sehe ich den Film mit anderen Augen. Er wird zu einer lächerlichen Abfolge einzelner Bilder und Töne. Die Darsteller sind eindimensional und erinnern mich an Gemütszustände meiner selbst. Ich bin der gleiche Feigling, wie der junge Hacker und wenns sein muss, dann kann ich kämpfen wie ein Löwe (zumindest denke ich das).

Die Stille danach

Ich halte den Film mehrere Male an. Am Schluss langweilt er mich fast. Ich genieße es, zentriert zu bleiben, egal, durch welche Abenteuer Bruce sich jetzt wieder durchkämpft. Nach dem Film sitze ich noch ein wenig still da. Der Körper ist hell wie eine Glühlampe. Er hat soviel Aufregung erlebt. Von hier aus in die Stille zu fallen ist einfach. Und tut unendlich gut.

Anleitung für die Spielfilm Meditation

Dauer der Meditation

Solange man möchte, wenn es ein guter Film mit Transformation ist, dann ist es empfehlenswert, bis zum Ende zuzuschauen.

Vorbereitung

Ungestört sein, Telefon abstellen, „Bitte nicht stören“ an die Tür, es sich bequem machen, 2 Minuten lang die Augen schließen und nach Innen in den Bauch fallen, still sein.

Die Meditation selbst

Einen Spielfilm aufmerksam und wach anschauen. Die Aufmerksamkeit einerseits auf den Hauptdarsteller und andererseits auf sich selbst richten. Wahrnehmen, wenn sich die Aufmerksamkeit verliert und man ins Geschehen hineingezogen wird. Falls die Wachheit verloren geht, den Film anhalten, tief atmen und in sein Zentrum zurückkehren. Entspannen. Wieder zurück in dieses Zimmer, in diesen Körper kommen. Das kann man machen, sooft man möchte.

Wahrnehmen bei welchen Situationen die Wachheit verloren geht. Die dazugehörigen Körperreaktionen und Denkmuster erkennen. Mit ein wenig Übung kann man lernen, diese Situationen unbeteiligt mit zu verfolgen.

Stille genießen

Nachdem man den Spielfilm angesehen hat, etwa 10 Minuten lang still sitzen und fühlen, wie sich der Körper anfühlt. Was für Gedanken da sind, was für Gefühle. Entspannen. Und still werden.

 

Smarzi

Ein Beitrag von Samarpan P. Powels, Meditationslehrerin, Diplomkauffrau, Herausgeberin von FindYourNose und FindYourNose Online Marketing. Samarpan auf Google+

Die Spielfilm Meditation mit dem Action Film