Horrorfilme meditativ ansehen (oder gar nicht)

Horrorfilme können - wenn sie bewusst angesehen werden - dabei helfen, Ängste zu entdecken, die sonst das Leben unbewusst steuern.

Horrorfilme meditativ ansehen (oder gar nicht)

Es hat mich wirklich viel Überwindung gekostet, einen Horrorfilm anzusehen, denn ich bin ein Angst-Typ. Einer von denen, die immer so tun, als hätten sie keine…. Die Spielfilm Meditation ist eine Hilfe, solche Ängste zu entdecken, die mich unbewusst im Alltag steuern.

Der Horrorfilm, den ich mir ansah hieß Wicker Man – Ritual des Bösen mit Nicolas Cage. Durch die Spielfilm Meditation wurde der (meiner Meinung nach unsägliche), angstmachende Spielfilm sogar ganz interessant …

Sich der Angst bewusst stellen, wertfrei Zuschauen

Ein Horrorfilm jedenfalls, zeigt mir mein wahres Gesicht – das der Angst. Angst vor dem Unbekannten, vor dem, was ich nicht verstehe, vor Bosheit und Verschwörung, davor, mein Leben durch unkontrollierbare Mächte zu verlieren … na ja, die Palette der Ängste lässt sich weit fortsetzen, du kennst sie ja selbst.

Die Spielfilm Meditation mit einem Horrorfilm ist etwas für Menschen mit Praxis im bewertungsfreien Beobachten, sprich meditieren. Es ist eine ganz ausgezeichnete Methode zu sehen, wo unsere verborgenen Ängste sitzen, wo wir nicht mit Dunkelheit umgehen können und das Böse im anderen fürchten. Horrorfilme spiegeln die schlimmsten Ängste und Erfahrungen, die wir wohl alle in unseren Knochen sitzen haben. Ich kenne die Situationen im Film aus dem täglichen Leben, wenn ich mich ausgeliefert fühle, ohne Selbstbestimmung, ohne Kenntnis über die Realität der Dinge, in Ängsten und Sorgen …

Vorher die Geschichte lesen

Sich Angst zu stellen ist schwierig, steckt sie doch verborgen in unserem Unbewussten und es braucht einige Kraft, sich diesem zu öffnen. Damit mich der Film nicht zu sehr aufregt, habe ich die Geschichte des Films vorher auf Wikipedia gelesen. So war es leichter, während des Films bei mir zu bleiben. Wenn ich weiß, wie der Film ausgeht, ist schon mal ein großer Teil der Angst weg und ich kann mich meinen kleineren Ängsten stellen.

Ich habe den Film immer wieder angehalten, tief geatmet und beobachtet, was in meinem Körper abläuft. Da ist eine Szene mit Bienen, die Kindheitsängste hochbrachte. Ich schaue der Szene zu und fühle, wo es sich in mir zusammen schnürt. Bei mir ist es in der oberen Brust Gegend. Aha, da sitzt also Angst. Ich halte die Szene an und komme zurück in meinen Bauch. Entspanne. Atme tief durch. Schüttele mich ein wenig und nehme das Gefühl der Angst wahr. Ich bin nicht die Angst, sie ist nur ein Gefühl in der Brust Gegend. Langsam, langsam verlegt sich die Aufmerksamkeit von der Angst zu dem, der sieht. Die Angst ist noch da, doch ihre lähmende Kraft hat sich verloren.

Horrorflme nur bewusst anschauen!

Sich Horrorfilme einfach nur zur Unterhaltung anzusehen, ist nicht zu empfehlen. Die Bilder steigen ins Unbewusste und verstärken Angst im alltäglichen Leben. Wer sich jedoch stark genug fühlt, sich mit Ängsten auseinander zu setzen, für den sind Auszüge aus Horrorfilmen eine gute Hilfe, zu erforschen, was Angst eigentlich ist.

Die besten Gegenmittel gegen Angst sind Liebe und Mitgefühl. Wie man diese beim Filmeschauen praktizieren kann, ist in der Liebesfilm Meditation und Meditation mit traurigen Filmen nachzulesen …

Buchtipp bei Angst

 

Anleitung zur Spielfilm Meditation mit Horrorfilmen

Dauer der Meditation

Solange man möchte. Wenn es ein guter Film mit der Verwandlung der Hauptdarsteller ist, dann ist es empfehlenswert, bis zum Ende zuzuschauen.

Vorbereitung

Ungestört sein, Telefon abstellen, „Bitte nicht stören“ an die Tür, es sich bequem machen, 2 Minuten lang die Augen schließen und nach innen in den Bauch fallen, still sein.

Die Meditation selbst

Einen Spielfilm aufmerksam und wach anschauen. Die Aufmerksamkeit einerseits auf den Hauptdarsteller und andererseits auf sich selbst richten. Wahrnehmen, wenn sich die Aufmerksamkeit verliert und man ins Geschehen hineingezogen wird. Falls die Wachheit verloren geht, den Film anhalten, tief atmen und in sein Zentrum zurückkehren. Entspannen. Wieder zurück in dieses Zimmer, in diesen Körper kommen. Das kann man machen, sooft man möchte.

Wahrnehmen bei welchen Situationen die Wachheit verloren geht. Die dazugehörigen Körperreaktionen und Denkmuster erkennen. Mit ein wenig Übung kann man lernen, diese Situationen voll mitzuerleben und trotzdem unbeteiligt zu sein.

Stille genießen

Nachdem man den Spielfilm angesehen hat, etwa 10 Minuten lang still sitzen und fühlen, wie sich der Körper anfühlt. Was für Gedanken da sind, was für Gefühle. Entspannen. Und still werden.

Horrorfilme meditativ ansehen (oder gar nicht)

Smarzi

Ein Beitrag von Samarpan P. Powels, Meditationslehrerin, Diplomkauffrau, Herausgeberin von FindYourNose und FindYourNose Online Marketing. Samarpan auf Google+