Meditation mit lustigen Spielfilmen

Die Anleitung, wie man lustige Spielfilme nutzen kann, um seine eigenen Persönlichkeit besser kennen zu lernen. Und vor allem darüber zu lachen.

Einer Komödie meditativ zuzusehen, das kann das Leben verändern. Im Film lache ich über die Missgeschicke des Hauptdarstellers und hier, in meinem eigenen Leben? Kann ich in den gleichen Situationen auch lachen? Ich habe mir Ein Fisch namens Wanda angesehen.

Schon der erste Ton des lustigen Films ist ein Genuss: Der Vorspann ist mit heiterer, lustiger Musik unterlegt. Die gleichen Anfangsbilder, nur dieses Mal mit dramatischem Musik Hintergrund würden den Auftakt eines tragischen Spielfilms ankündigen. Genau wie im richtigen Leben! Es kommt auf den Unterton an. Wenn der fröhliche, musikalische Hintergrund fehlt, dann wird jede Lebenssituation zum Drama.

Mir hatte in meinem Leben keiner von dieser Weisheit erzählt und ich bin auch nicht von selbst darauf gekommen. Und so hatte ich nicht viel zu lachen über die Jahre, denn seit der Kindheit war der Unterton eher dramatisch gewesen. Nicht einmal lustige Filme brachten mich früher zum Lachen. Wenn ich heute einen lustigen Film anschaue, dann lasse ich mich von der Musik erst einmal richtig auf ein lustiges Leben einstimmen. Die Movie Meditation mit einer Komödie beginnt also mit der Einstimmung – fröhlich sein und die Leichtigkeit des Films genießen.

Über wen kann ich besonders gut lachen?
Das bin ich!

Während des Films betrachte ich mir die Charaktere, über die ich besonders lachen kann. John Cleese, zum Beispiel, in der Rolle des ordentlichen Anwalts, der immer alles richtig zu machen versucht und doch nie dafür gewertschätzt wird. DAS FINDE ICH WIRKLICH LUSTIG! In meinem eigenen Leben kann ich nicht so richtig darüber lachen, wenn ich mich ausgenutzt fühle, wenn ich unter Stress komme, in der Angst, die anderen könnten irgendetwas an mir nicht mögen…

Das Geniale an lustigen Filmen ist, über sich selbst lachen zu lernen. Sich bewusst zu sein, dass ich der Darsteller bin, mit all den Facetten seiner Präsentation. Es ist köstlich, über das Schicksal anderer zu lachen, und noch viel köstlicher, darin das eigene Leben wieder zu erkennen und dann darüber zu lachen.

Über die kleinen Schwächen lachen

Wenn also eine Situation kommt, über die ich besonders lachen muss, dann halte ich den Film kurz an und schaue, was mich lachen macht. Welche Überraschung! Ich lache, weil jemand versucht, sich auszudrücken und es nicht kann. Weil jemand ein vertrocknetes Leben führt und von seinen unterdrückten Wünschen hin und hergeschubst wird … Ist das lustig? In meinem eigenen Leben amüsieren mich solche Verhaltensweisen ganz und gar nicht.

Darüber kann ich jetzt glatt lachen! Ist es nicht lustig, dass ich über peinliche Situationen der anderen im Film lache und in meinem eigenen Leben alles Peinliche für unglaublich dramatisch halte?

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Anleitung zur Meditation mit lustigen Spielfilmen

Dauer der Meditation

Solange man möchte, wenn es ein guter Film mit Transformation ist, dann ist es empfehlenswert, den Film bis zum Ende anzuschauen.

Vorbereitung

Ungestört sein, Telefon abstellen, „Bitte nicht stören“ an die Tür, es sich bequem machen, 2 Minuten lang die Augen schließen und nach innen in den Bauch fallen, still sein.

Die Meditation selbst

Einen Spielfilm aufmerksam und wach anschauen. Die Aufmerksamkeit einerseits auf den Hauptdarsteller und andererseits auf sich selbst richten. Wahrnehmen, wenn sich die Aufmerksamkeit verliert und man ins Geschehen hineingezogen wird. Falls die Wachheit verloren geht, den Film anhalten, tief atmen und in sein Zentrum zurückkehren. Entspannen. Wieder zurück in dieses Zimmer, in diesen Körper kommen. Das kann man machen, sooft man möchte.

Wahrnehmen bei welchen Situationen die Wachheit verloren geht. Die dazugehörigen Körperreaktionen und Denkmuster erkennen. Mit ein wenig Übung kann man lernen, diese Situationen voll mitzuerleben und trotzdem unbeteiligt zu sein.

Stille genießen

Nachdem man den Spielfilm angesehen hat, etwa 10 Minuten lang still sitzen und fühlen, wie sich der Körper anfühlt. Was für Gedanken da sind, was für Gefühle. Entspannen. Und still werden.

 

Samarpan
Ein Beitrag von Samarpan P. Powels, Meditationslehrerin, Diplomkauffrau, Herausgeberin von FindYourNose und FindYourNose Online Marketing. Samarpan auf Google+

 

Lachen entlässt Ärger und Stress

 

 

 

Mit Spielfilmen über sich lachen lernen