Meditation mit spirituellen Filmen

Spirituelle Filme wirken ins Unterbewusstsein und können zu tiefen Erkenntnissen über sich führen.

Meditation mit spirituellen Filmen

Es gibt Filmregisseure, die sehr kreativ und intuitiv in Bilder und Töne fassen können, was wir suchen. Bilder verraten die Nachricht meist besser als Worte. Ich habe mir „Warum Bodhi-Dharma in den Orient aufbrach?“ angesehen….

Ich habe Warum Bodhi-Dharma in den Orient aufbrach? schon einmal vor 20 Jahren gesehen. Damals hat mich der koreanische Film zur gleichen Zeit berührt und gelangweilt. Heute weiß ich, dass sich viele der Bilder in mein Unterbewusstsein eingegraben haben, die mich bis heute auf meiner Reise zu mir begleiten. Da war zum Beispiel in dem Film eine Kuh zu sehen, die für die innere Weisheit und Lebenskraft stand. Oder ein Mann, der so sehr gegen den Fluss ankämpfte. Oder die Asche des Meisters, die im Wind verflog.

„Ich verstehe kein Wort!?“

Etwas hatte mich damals an dem Film „Warum Bodhi-Dharma in den Orient aufbrach?“ gepackt und erst heute weiß ich, was es war. Ich hatte damals so gut wie keine Erfahrung mit Meditation oder Spiritualität und die wenigen Konversationen in dem Film verwirrten mich ganz und gar. „Ich verstehe kein Wort“, so dachte ich. Doch es stimmte nicht. 20 Jahre später weiß ich, dass ich so lange ich denken kann, genau das suchte, was in dem Film unterschwellig widergespiegelt worden war: Intensität, Wahrheit, Verzweiflung, Suche, Meister, Natur, Stille, Erkennen

Mysteriöse Handlung, die nicht dem gewohnten Denken entspricht

Unbewusst hat mich dieser Film jahrelang begleitet und innerlich stabilisiert. Ohne es zu wissen, schaute ich damals in einen Spiegel. Wie bei der normalen Spielfilm Meditation auch, wird durch einen spirituellen Film ein Spiegel hochgehalten, in dem man sich selbst in tieferen Schichten begegnen kann. Da der Spiegel unbewusste Facetten zeigt, ist es meist nicht so leicht, der Handlung zu folgen. Die meisten spirituellen Filme haben eine mysteriöse Handlung, deren Verlauf nicht dem gewohnten Gedankenstrom entspricht.

Anleitung zur Meditation mit spirituellen Filmen

1. Vorbereitung

„Bitte nicht stören“ an die Türe hängen, das Telefon ausschalten und vor dem Film ein paar Minuten still sein. Entspannen. Nach innen fallen. Sich wahrnehmen. Nichts tun. Wach sein. Den Körper fühlen. Ins Hier und Jetzt kommen.

2. Einen spirituellen Film ansehen

Gut sitzen, entspannt im Körper sein und mit gelöster und wacher Aufmerksamkeit das Geschehen verfolgen. Den Bauch entspannt lassen. Spirituelle Film sind meist unbegreiflich, haben Bilder und Konversationen, die unverständlich sind. Es ist sinnvoll, den Film entspannt und ohne zu denken ansehen. Keine innere Bemerkungen, Verurteilungen oder Kommentare. Dann kann das Unterbewusstsein berührt werden.

Bemerken, wenn Gefühle hochkommen: Aufregung, Langeweile, Widerstände. Man kann davon ausgehen, dass ein spiritueller Film fast immer Widerstände produzieren wird. „Was soll das denn?“, „Ich verstehe kein Wort“ und „Da schlafe ich nur ein“ – das können Widerstände sein, sich tiefer einzulassen.

Ein guter Film ist geeignet, Erkenntnisse aus dem Inneren an die Oberfläche des Verstehens zu bringen. Während der Verstand damit beschäftigt ist, die unbegreifliche Handlung verstehen zu wollen, dringen die Bilder und Töne tief ein. Es entsteht Verstehen auf tieferen Ebenen, manchmal gelangen diese direkt ins Bewusstsein, manchmal erst später, vielleicht am nächten Tag oder 20 Jahre später?!

3. Nachklingen lassen

Nach dem Film noch ein paar Minuten still sein und dann einfache Dinge tun. Wenn man mag, aufschreiben, was berührt wurde. Empfehlenswert ist es, danach direkt schlafen zu gehen und das Unterbewusstsein weiter arbeiten lassen.

 

Smarzi
Ein Beitrag von Samarpan P. Powels, Meditationslehrerin, Diplomkauffrau, Herausgeberin von FindYourNose und FindYourNose Online Marketing. Samarpan auf Google+

 

Spielfilm Meditation mit einem spirituellen Film